PM: JuLis sehen Einführung eines Sozialtickets kritisch
Zur geplanten Einführung eines Sozialtickets durch die schwarz-grüne Mehrheit im VRR meint der Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen Mettmann, Moritz Körner: „Die Einführung eines Sozialtickets sehen wir kritisch, da für uns die Gefahr besteht, dass die Ticketpreise besonders für Jugendliche steigen werden.”
Die Einführung soll ohne zusätzliche finanzielle Belastungen der Kommunen auskommen und derzeit wird die Preisspanne des VRR dahingehend kritisch geprüft, um das Sozialticket finanzieren zu können.
“Vor allem der Verwaltungsaufwand und die damit verbundene Bürokratie wird das Verfahren zusätzlich verkomplizieren und die Kosten in die Höhe treiben, da auch Geringverdiener, die über 10 Prozent des Hartz IV-Niveaus liegen, Anspruch auf das Sozialticket haben,” so der 19-jährige Abiturient aus Langenfeld.
Vielmehr fordern die Jungen Liberalen, speziell die Preise für Pendlertickets wie Monatskarten zu senken, damit auch Schüler und Studenten davon profitieren können.




schrieb am02.04.2010 um 20:50 Uhr:
Ist ja wieder typisch, dass das Sozialticket von euch kritisiert wird. Bei den Ärmsten sparen um selbst daraus zu profitieren. Ich wette keiner von euch blutet beim Kauf eines VRR Tickets wirklich, aber günstiger ist ja immers chön und wofür brauch ein Hartz IV Empfänger schon Mobilität? Das ist doch Luxus oder wie euer Vorsitzender zu pflegen sagt, “geistiger Sozialismus”, “spätrömische Dekadenz” etc. Eben die Ärmsten der Gesellschaft instrumentalisieren um Wahlkampf zu machen.
schrieb am04.04.2010 um 10:47 Uhr:
Wir wollen nicht bei den Ärmsten sparen. Wir sind nur dagegen, dass man eine riesige Bürokratie aufbaut, denn der VRR soll ja überprüfen, wer anspruchsberechtigt für das Sozialticket ist.
Außerdem sollen andere Tickets überprüft werden, das heißt man will die dann abschaffen, um das Sozialticket zu finanzieren. Zum Beispiel das Bären Ticket für Senioren. Die Rentner haben oft auch keine riesige Rente und sind dringend auf den ÖPNV angewiesen. Willst du also lieber bei den alten und kranken sparen?
schrieb am04.04.2010 um 11:37 Uhr:
Und es ist kein bürokratischer Aufwand jährlich zu überprüfen, wer bspw. noch für ein Schüler-Ticket anspruchsberechtigt ist, inklusive Schulbescheinigung etc.?
Und davon dass andere Bevölkerungsschichten von der Einführung des Sozialtickets tangiert werden habe ich bisher nichts gehört, zeigt mir irgendeinen Beweis dafür.
Es kann doch nur fair sein, die Ticketpreise nicht nur eindimensional nach Bevölkerungsstrukturen, sondern auch nach einkommensorientierten Kriterien zu unterteilen.
schrieb am04.04.2010 um 12:08 Uhr:
Den Beweis findest du in der Koalitionsvereinbarung von CDU und Grünen in der Verbandsversammlung des VRR. Darin heißt es, dass die Einführung eines Sozialtickets geprüft werden soll. Allerdings sollen die zusätzlichen Kosten nicht die Kommunen belasten, sondern durch eine kritische Überprüfung des Ticketangebots erreicht werden. Nach Berechnungen der Rheinbahn, die die Berechnungen von Erfahrungen aus Dortmund, wo es bereits ein Sozialticket gibt, ableitet, würde das Sozialticket alleine für den Zuständigkeitsbereich der Rheinbahn 6 bis 8 Millionen Euro kosten. Diesen Betrag kann man durch leichte Erhöhungen in den Preiskategorien nicht einsparen, man müsste schon an Tickets, wie z.B das Bärenticket gehen.
Wir JuLis wollen, dass der soziale Ausgleich über ein Sozialsystem aus einem Guss und einer Verbindung aus Steuer- und Transfersystem erfolgt. Unser liberales Bürgergeld ist viel fairer, als mit der Gießkanne hinzugehen und vereinzelt hier und da irgendwelche Vergünstigungen einzuführen.